Der Gugelhupf zählt zu den wohl klassischsten österreichischen Mehlspeisen. Ob beim gemütlichen Kaffee mit der Familie, als süßer Abschluss nach dem Essen oder als kleiner Nachmittagssnack mit Freunden – ein Stück Gugelhupf passt einfach immer. Doch was macht diesen traditionellen Kuchen so besonders? Und welche historische Verbindung hat er eigentlich zur Wiener Kaffeekultur?
Die Geschichte des Gugelhupf
Die Ursprünge des Gugelhupfs reichen weit in die Vergangenheit zurück und liegen vermutlich im mitteleuropäischen Raum.
Mit der Entwicklung der Wiener Kaffeehauskultur zu Beginn des 18. Jahrhunderts fand die Mehlspeise schließlich ihren Einzug in die österreichische Bundeshauptstadt. Kaffeehäuser wurden zu zentralen Orten des Bürgertums - zu Orten der Begegnung, der Unterhaltung und vor allem des Genusses. In diesem Umfeld etablierten sich Mehlspeisen wie eben der Gugelhupf als fester Bestandteil der traditionellen Wiener Backkultur. Auch Kaiser Franz Joseph I. soll eine besondere Vorliebe für den Gugelhupf gehabt haben, was zur wachsenden Beliebtheit dieser klassischen Mehlspeise beitrug (vgl. Die Botschafterin und Wien Geschichte Wiki).
Der Gugelhupf in der Gegenwart
Auch heute ist der Gugelhupf aus der Wiener Backkultur nicht mehr wegzudenken und erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Aufgrund seiner unkomplizierten Machart und Vielseitigkeit wird er von vielen Anfänger:innen gerne als Einstieg in die Welt des Kuchenbackens gewählt. Gleichzeitig sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Ob klassische oder moderne Formen, luftiger Rührteig, Sandteig oder aromatischer Hefeteig – auch bei Zutaten, Füllungen und der geschmacklichen sowie handwerklichen Komplexität lässt sich der Gugelhupf ganz individuell gestalten und immer wieder neu interpretieren. Der Gugelhupf ist somit ein zeitloser Klassiker.
Gugelhupf richtig backen – Tipps für Form, Teig und perfektes Stürzen
Der Gugelhupf lässt sich ganz einfach an seiner charakteristischen Form erkennen. Klassisch wird der Kuchen in einer Kranz- und Ringform mit Rillen, sowie einer mittig platzierten Röhre (der sogenannte Kamin) gebacken (vgl. Wien Geschichte Wiki).
Über die Jahre und Jahrzehnte hinweg hat sich eine reiche Vielfalt an Formen entwickelt, die den Gugelhupf immer wieder zu einem optischen Hingucker machen. Neben der klassischen Variante sorgen moderne Interpretationen mit weicheren, geschwungeren Linien, besonderen Mustern oder außergewöhnlichen Designs für immer neue visuelle Akzente. So wird der Gugelhupf nicht nur geschmacklich, sondern auch ästhetisch zu einem vielseitigen und zeitlosen Gebäck.
Form vorbereiten
Im ersten Schritt ist es wichtig, die Form vor dem Backen vorzubereiten, damit der Teig später nicht kleben bleibt und sich gut aus der Form stürzen lässt. Hierfür kann die Form entweder gründlich mit flüssiger Butter eingestrichen und anschließend mit Mehl oder Bröseln bestäubt werden, sodass alles gleichmäßig bedeckt ist, oder alternativ mit Backspray ausgesprüht werden.
Teig in die Form füllen
Beim Einfüllen des Teigs ist darauf zu achten, die Form nur etwa zu zwei Dritteln zu füllen, damit der Gugelhupf beim Aufgehen nicht über den Rand hinausläuft, und den Teig gleichmäßig zu verteilen. Ein leichtes Abklopfen der Form hilft dabei, entstandene Luftblasen zu entfernen und den Teig optimal in die feinen Rillen einzuarbeiten, sodass der Gugelhupf später seine typische Form behält.
Gugelhupf stürzen
Vor dem Stürzen sollte der Gugelhupf etwa 10 bis 15 Minuten in der Form abkühlen. Ist der Kuchen noch zu heiß, besteht die Gefahr, dass er beim Stürzen bricht. Ist er hingegen zu stark abgekühlt, kann er in der Form haften bleiben. Anschließend kann der Rand vorsichtig gelöst und die Form leicht bewegt werden, um den Kuchen zu lockern. Mit einem kurzen, kontrollierten Sturz auf einen Teller lässt sich der Gugelhupf schließlich sauber aus der Form lösen und behält dabei seine charakteristische Struktur.
Tipp
Falls sich der Kuchen dennoch nicht aus der Form lösen lässt, empfiehlt es sich, die Form für einige Minuten mit einem feuchten, kalten Tuch zu umwickeln. Der entstehende Temperaturunterschied kann dabei helfen, den Gugelhupf vorsichtig aus der Form zu lösen, ohne seine Struktur zu beschädigen.
Rezeptkategorie Gugelhupf
Apfel-Nuss-Gugelhupf
Birnen-Dinkelvollkorn-Gugelhupf
Joghurt-Vollkorn-Gugelhupf
Brotschafterin (o. J.): Der Gugelhupf. (https://brotschafterin.com/der-gugelhupf/)
Wien Geschichte Wiki (2023): Gugelhupf. (https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Gugelhupf)
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